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Meerdorf bekommt Meerdorfer-Stiftungsfonds

Seit Jahren wurde im Ort über die Gründung einer Stiftung nachgedacht. Doch die rechtlichen und bürokratischen Hürden sowie die Höhe des erforderlichen Grundkapitals verhinderten bisher eine Umsetzung. Als jedoch die Möglichkeit eines Stiftungsfonds im Rahmen der BraWo-Stiftergemeinschaft bekannt wurde, entwickelten sich sehr schnell Ideen, diese Chance zu nutzen. Auf Initiative des Heimatvereins e.V. konnte unter Beteiligung sowohl des Ortsrates als auch der örtlichen Vereine/Organisationen eine Arbeitsgruppe gebildet und ein gemeinsames Konzept erarbeitet werden. Die bei der Auftaktveranstaltung am 19. Januar 2024 geäußerten Befürchtungen, man könne das erforderliche Grundkapital in Höhe von 25.000 € nicht zusammenbekommen, haben sich inzwischen zerstreut. Pünktlich zum Meerdorfer Volksfest waren fast 28.000 € auf dem Zustiftungskonto eingegangen. Somit ist klar, Meerdorf bekommt den „Meerdorf-Stiftungsfonds“, von dem alle Bürgerinnen und Bürger sowie die örtlichen Vereine und Organisationen in den nächsten Jahren und Generationen profitieren sollen. Aktuell wird eine Gründungsurkunde vorbereitet, in der alle Spenderinnen und Spender mit deren Einverständnis aufgeführt werden. Der Spendenbetrag wird nicht genannt. Um den Gemeinsinn und das gemeinsame Interesse an Meerdorf zu dokumentieren, sollten auf der Gründungsurkunde möglichst viele Namen stehen. Auch mit einem kleinen Betrag wird man in diese Liste aufgenommen. Aber auch nach Gründung des Stiftungsfonds besteht jederzeit die Möglichkeit, seine Verbundenheit zu
Meerdorf durch eine Zustiftung zu zeigen. Spenden/Zustiftungen können über das Konto des Heimatvereins Meerdorf e.V. bei der Volksbank
eG Braunschweig/Wolfsburg (BRAWO), IBAN DE21 2699 1066 7251 8900 00, unter dem Verwendungszweck „Zustiftung Meerdorf-Stiftungsfonds“ geleistet werden. Nähere Informationen zum weiteren Verfahren und zum Stiftungsfonds gibt es am 19. Juli 2024, ab 18:00 Uhr bei einem „Stiftungsgrillen“ auf dem Mühlenberg. Dazu sind alle herzlich eingeladen. Auch die, die noch nicht gespendet/gestiftet haben.

Wilhelm Ebermann verstorben

Der langjährige Ortsbürgermeister von Meerdorf, Wilhelm Ebermann, ist im Alter von 88 Jahren verstorben. Seit 1972 insgesamt 32 Jahre lang war Ebermann kommunalpolitisch tätig, von 1992 bis 2004 Ortsbürgermeister von Meerdorf. Seit Beginn 1974 im Gemeinderat Wendeburg, u.a. war er dort Fraktionsvorsitzender der SPD. Eine Wahlperiode war er im Kreistag des Landkreises Peine als Mitglied im Verwaltungsausschuss, sowie im Finanz- und im
Planungs- und Umweltausschuss. 1994 ist er Gründer des Heimatvereins Meerdorf. Für seine Verdienste erhielt er 2017 das Bundesverdienstkreuz am Bande.

„Stolperstein“ gesetzt

Vor genau 79 Jahren wurde der aus der Ukraine stammende Fremdarbeiter Jacob Worobec auf dem Grundstück Nr. 22 in Meerdorf, heute Woltorfer Straße, vom Dorfpolizisten erschossen. Er war zuvor im Konzentrationslager Buchenwald inhaftiert und nach seiner Flucht bei seinem Arbeitgeber in Meerdorf untergetaucht. Hier wurde er verraten und nur vier Wochen vor dem Ende des Krieges (10.4.1945) ermordet. Der Stolperstein soll erinnern und Mahnung sein, dass sich solches Unrecht nicht wiederholt. Auf Initiative des Heimatvereins wurde der Stolperstein nun im Rahmen einer Gedenkfeier auf dem Gehweg vor dem Grundstück veröffentlicht.

Zwei Generationen Freiwillige packen mit an

In Meerdorf sind durch das große Engagement von Bürgern weitere Freiwilligenobjekte entstanden. Die "Senioren-Gruppe" erneuerte den sehr unansehnlichen Kompostbereich auf dem Meerdorfer Friedhof. Der ehemalige Ortsbürgermeister Jochen Hansmann hatte dafür dicke Lärchenbohlen vorgesehen. Durch ein Missverständnis bauten die fleißigen Helfer unter großen Mühen aber schwere, massive Eichenbohlen ein! Nachdem dieser sich vom Schrecken erholt hatte, meinte er schmunzelnd, dass dies wahrscheinlich der edelste Komposthaufen der ganzen Republik sei. Mittlerweile hat sich in Meerdorf auch eine jüngere Truppe von engagierten Bürgern herauskristallisiert. Diese baute im Schulgarten einen attraktiven Pavillon aus heimischer Lärche, der Meerdorfs Jugendlichen als regengeschützter Aufenthaltsbereich dienen soll. Meerdorfs Ortsbürgermeister Marco Schneider (SPD) freut sich, dass er sein Wahlversprechen wahr machen konnte und dass sich die Freiwilligenarbeit deutlich gestärkt und verjüngt hat. Mit einem zünftigen "Mettfrühstück" bedankte er sich bei allen Anwesenden und freut sich über die Neuauflage der Freiwilligenarbeit für eine gemeinsam gestaltete und erfolgreiche Zukunft. Dass wir jetzt 2, wenn nicht sogar 3 Generationen in Meerdorf haben, die nicht fragen, was die Gemeinde für Sie tut, sondern umgekehrt, ist ein tolle Sache. Einige Projekte, die wir noch im Sinn haben, sind eher für die Jüngeren, andere wiederum für die Rüstigen und Erfahrenen geeignet. Meerdorf von null bis hundert - dieser Wahlspruch der SPD wird immer wieder mit Leben gefüllt.

Öffentliche unterstützt Waldpädagogik im Meerdorfer Holz

Einen Scheck über 5.000 Euro konnte der Förderverein "Wald Erleben im Peiner Land" aus den Händen von Lisa Dippe von der Öffentlichen Versicherung Braunschweig sowie Arthur Stokowski und Jens Keller als örtliche Repräsentanten der Öffentlichen entgegennehmen. Mit diesem großzügigen Betrag kann die erfolgreiche Wald-Umweltbildung des Vereins in der Region Peine fortgesetzt und weiter intensiviert werden.
Vorstandsmitglied und Förster Dirk Strauch nahm den Scheck entgegen und erklärte: "Wir investieren das Geld vor allem in Führungen und andere Waldaktionen. Hier am Grünen Klassenzimmer und auch am Walderlebnispfad erleben die Kinder den Wald und die Natur mit allen Sinnen und stärken gleichzeitig ihre soziale Kompetenz!“ Der Verein organisiert pro Jahr unter anderem rund 50 Schulaktionen mit ca. 1000 Schülerinnen und Schülern - ohne die Unterstützung der Öffentlichen wäre dies nicht möglich.
Mit der Spende einer kindgerechten Schwengelpumpe am Tadensenhaus fing alles an, mittlerweile währt die Zusammenarbeit zwischen der Öffentlichen und dem Förderverein nun schon viele Jahre. Lisa Dippe, bei der Öffentlichen für das Umweltsponsoring verantwortlich, zeigte sich beeindruckt von dem Angebot des Fördervereins: „Es ist toll zu sehen, was für eine wertvolle Arbeit der Verein leistet und wie Kinder und Jugendliche am Tadensenhaus und am Walderlebnispfad mit Begeisterung den Wald kennen und schätzen lernen!“.
„In diesem Jahr haben wir zum einen in einen dringend benötigten PKW-Anhänger und Ausstellungsmaterial investiert,“ so der Vorsitzende des Vereins Jochen Hansmann, „außerdem wurden weitere Präparate angeschafft und neue Infotafeln erstellt. Besonders dankbar sind wir für eine zusätzliche Unterstützung für Kindergeburtstage, die sehr gut angenommen wird.“
https://www.wald-erlebnis-pfad.de/